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Thema

Meinung/Position

Die Umfahrung des „Städtchen“ ist erfolgt. Wie weiter?

"Ein über Jahrzehnte dominierendes Problem für Aarburg ist mit der Eröffnung der Ortskernumfahrung gelöst worden. Aarburg darf nun aber nicht im Schlaf versinken, sondern muss nun die Verschönerung und Gesundung vorantreiben. Dazu braucht es die Stärkung des Gewerbes und damit die Sicherung und Ausbau der Arbeitsplätze vor Ort. Dafür möchte ich mich auch politisch einsetzen."

Was wollen Sie in der Amtsperiode 2010/13 konkret für Aarburg und seine Bevölkerung einbringen?*

"Aarburg hat so viele Vorzüge. Die Aufwertung des historischen Ortsbildes Aarburg mit einer sauberen und gepflegten Umgebung liegt mir am Herzen. Einen sorgsamen Umgang mit den knappen Landreserven der Gemeinde ist mir wichtig. Schützenswertes gilt es wenn immer möglich nach ökologischen Grundsätzen zu sanieren. Neubauten sind so zu erstellen, dass sie sich harmonisch in die Umgebung einfügen.

Die Bürgerin/der Bürger muss vermehrt spüren können, dass die Behörden-Mitglieder sie/ihn ernst nimmt und einen partnerschaftlichen Umgang pflegt. Konflikte müssen in einem konstruktiven Gespräch sachlich gelöst werden.

Das Gemeinwohl ist mir wichtig und ich engagiere mich heute schon aktiv dafür. Mit einer Wahl von mir in die Finanz- und Geschäfts-Prüfungs-Kommission setzte ich mich ein für die Sicherung der Sozialwerke. Sozialgelder für diejenigen, die es wirklich brauchen - keine Oase für Schmarotzer. Zu oft musste man sich den Vorwurf anhören, dass Aarburg vor allem für sozial Schwache nicht jedoch für den Mittelstand attraktiv ist.

Der Steuerfuss in Aarburg ist gegenüber den umliegenden Gemeinden immer noch hoch. Deshalb will ich weitere Schritte prüfen damit der Steuerfuss nachhaltig gesenkt werden kann. Dazu gehören einen sorgsamen Umgang mit den Gemeindefinanzen ohne auf zukunftsträchtige Investitionen zu verzichten. Mittelfristig gibt es keinen Grund, weshalb Aarburg den umliegenden Gemeinden in Sachen Steuerfuss hinten anstehen muss – im Gegenteil. Ideale Verkehrsanbindung, ein einmaliges Ortsbild und ein angestrebtes qualitatives wirtschaftliches Wachstum sollen uns zu einer der attraktivsten Gemeinden der Region machen."
Wo sehen Sie Aarburg’s Hauptprobleme in den kommenden vier Jahren?*

"Aarburg muss darauf bedacht sein qualitativ guten Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Im Städtchen soll die geplante Aufwertung umgesetzt werden, verbunden mit der Chance, mehr KMU Betriebe nach Aarburg zu holen. Wir müssen schauen, dass wir nicht zur Schlafstadt verkommen. Der Aarburger Slogan, „Ideal Zentral“ birgt die Gefahr  in sich, dass man auswärts arbeitet und nur abends nach Hause kommt. Die momentane Wirtschaftskrise wird Aarburg nicht verschonen, das heisst die Arbeitslosenzahlen können ansteigen. Die Zusammenarbeit mit der Repol steht nach dem gescheiterten Versuch einer eigenen Aarburger Polizei am Anfang. Das Thema Sicherheit in diesem Zusammenhang ist ein klares Bedürfnis der Aarburger."

Soll die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit stärker als bisher gefördert werden? Wenn ja, wo? Wenn nein, warum nicht?*

"Die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden muss gepflegt und intensiviert werden. Probleme die die Nachbargemeinden wie Aarburg gleichermassen betreffen, können damit einfacher gemeinsam gelöst werden. Dazu gehören die Themen Strassen und öffentlicher Verkehr aber auch Investitionen in die Infrastruktur wie Teilbereiche der technischen Betriebe, der Verwaltung und der sozialen Dienste."

Was für eine Priorität hat für Sie die durchgehende Wiggertalstrasse?* "Ich vertrete die Auffassung, dass eine  durchgehende Verkehrsführung nicht nur für Aarburg wichtig ist, sondern für die ganze Region. Das «Agglomerationsprogramm» mit einer «Netzstadt» im Raum Olten-Zofingen macht wenig Sinn, wenn nicht gleichzeitig die benötigten Infrastrukturen, vor allem die Hauptverkehrsachsen, rechtzeitig zur Verfügung stehen. Die Realisierung darf jedoch keines Falls unsere Gemeinde wieder mit zusätzlichen Emissionen belasten oder grosse Landreserven abverlangen."

Wie stellen Sie sich zu Gemeindefusionen?*

"Machen dann Sinn, wenn die Gemeinden ohnehin baulich und kulturell zusammenwachsen oder wenn sich dadurch Kosteneinsparungen und höhere Effizienz ergeben. Einerseits wird es immer schwieriger genügend Interessierte mit den entsprechenden Kompetenzen für die Ämter zu finden, andererseits soll die Einflussnahme möglichst nah beim Bürger bleiben. Dies erhöht das Verantwortungsbewusstsein und ermöglicht die Einflussnahme jedes einzelnen von uns.  Eine Grossgemeinde, die z. B. den ganzen Bezirk Zofingen betrifft, ist für mich heute undenkbar. Zu verschieden sind die Identitäten der einzelnen Gemeinden. Allenfalls kann ein Zusammengehen mit Oftringen oder allenfalls Rothrist langfristig eine Option sein. Vorerst sehe ich jedoch vielmehr Einsparungen durch Kooperationen anzustreben."

*Fragen wurden gestellt von Kurt Blum, Zofinger Tagblatt